Corona und wie nun weiter?

Ich wünsche Ihnen und uns allen ein gesundes Jahr 2021.

 Im zurückliegenden Jahr haben wir uns einigen neuen und aus unserer Sicht auch anderen Themen stellen müssen. Zuerst, und das war für uns alle neu, eine weltweite Pandemie. Wir mussten erkennen wie wichtig es ist, einfache Hygieneregeln einzuhalten, die wir alle mal von unseren Eltern, in der Kita und Schule gelernt haben.  Eine kurze Umarmung mit Küsschen hier und da, was in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einer liebgewonnenen Gewohnheit wurde, ist zur Zeit nicht mehr denkbar.  Aber diese Zeit scheint nun überschaubar, die Hoffnung wächst und es tut uns nicht weh, uns an Regeln zu halten und uns und andere damit zu schützen. Ganz anders ist es mit den seelischen Problemen, kein Mensch ist gern allein, insbesondere unsere Kinder nicht. Ein freundliches Wort, Angebote zur Unterstützung oder Ideen, um digitale Zusammenkünfte zu ermöglichen, werden im Moment immer wichtiger. 

Und genau hier merken wir, was in den letzten Jahrzehnten verpasst wurde. Die digitale Infrastruktur in Deutschland ist schlechter als in vielen Entwicklungsländern. Da wurde zu Geschäftstreffen gefahren oder geflogen, jetzt wegen Corona nicht mehr möglich, also besinnt man sich auf Videokonferenzen  und merkt…. geht nur, wenn die Leistung der Leitungen ausreicht. Schön wenn die Kinder auf diese Weise Kontakt zu Schule und Freunden halten können. Aber wie soll das Funktionieren wenn die Eltern im Homeoffice sind und auch Zugang zum Netz brauchen, die Schule nicht mal Internet hat (nicht in Wandlitz) oder Kinder keinen Zugang zum Netz. Die Politik hat erkannt da, muss was passieren und Geld fließen, aber ein halbes Jahr reicht nicht, um so viel nachzuholen. Hoffen wir es bleibt dabei und es wird weiter investiert!
So traurig und schlimm die Pandemie für uns ist, der ökologische Fußabdruck Deutschlands im Jahr 2020 ist super gut. Jetzt merken wir wo die großen CO² Schleudern sind. Die vielen Flieger, die nicht geflogen sind. Die Traum- u. Containerschiffe, welche Häfen nicht verlassen und wesentlich weniger Lastfahrzeuge und Autos, die unterwegs sind. So einfach kann es sein? Wie können wir das auch in die Zukunft mitnehmen? Verzicht funktioniert in der Regel nicht, also muss tatsächlich Diesel oder Benzin als Antrieb abgelöst werden. Ja Reisen wird damit teurer aber so wie bisher kann es nicht weiter gehen, für viele ist dies sicher auch ein Ergebnis des Pandemiejahres.
Die Grenzen unseres Gesundheits- und Pflegesystems ist allen schmerzhaft bewusst geworden. Hoffentlich sorgt diese Erkenntnis in der Zukunft für die richtigen Entscheidungen der Politik. Mit Gesundheit darf kein Geld verdient werden! Pflegeberufe brauchen nicht nur Sprüche über Helden, sie brauchen vor allem die finanzielle Anerkennung der Gesellschaft.  

Wir stehen an einem Scheidepunkt, im Großen wie in unserer Gemeinde. Spaltet sich unsere Gemeinde in Befürworteter und Gegner der derzeitigen Politik in der Gemeinde? Das darf  nicht sein, wir müssen gerade in so schwierigen Zeiten versuchen Lösungen für die Zukunft zu finden, das sind wir auch unseren Kindern und Enkelkindern schuldig. Es muss einen Dialog der Bürger, Verwaltung und Politik geben, und wir müssen uns neuer Formate der Beteiligung bedienen. Mit einigen Beispielen hat unsere Fraktionsgemeinschaft begonnen. Im Oktober war es noch möglich direkt mit Bürgern der Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Es war ein interessanter, abwechslungsreicher und Informativer Abend und da waren sich alle einig, er war viel zu schnell vorbei war. Im November begannen wir mit einer telefonischen Umfrage im Bekanntenkreis, in allen Ortsteilen, um uns selber einen Überblick zu verschaffen wie die Stimmung zur baulichen Entwicklung in unserer Gemeinde ist. Sicher, das ist nicht repräsentativ für die Gesamtgemeinde, aber auf diese Weise können auch Ältere angesprochen werden. Aber warum gibt es noch immer keine Möglichkeit, Umfragen über die gemeindliche Internetseite  durchzuführen? Für den kommenden Sitzungslauf haben wir eine Beschlussvorlage vorbereitet, die den Bürgermeister beauftragt eine Satzung für Bürgerbefragungen vorzubereiten. Die Zeit dafür ist längst überfällig.

Wir hoffen auf ein spannendes und konstruktives 2021.

- Kerstin Berbig
Fraktionsgemeinschaft 
Die Linke/Bündnis 90.Die Grünen/UWG
Gemeindevertreterin

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