Ein Wunschzettel für die Stadt

Weihnachten ist zwar vorbei, aber dennoch ist es genau die richtige Zeit für einen Wunschzettel. Der Bernauer Bürgerhaushalt startet in eine neue Auflage und hier zählen Eure Ideen für die Stadt. Überlegt Euch, was in Bernau fehlt oder was uns allen nutzen könnte. 

Wie im privaten Portemonnaie gibt es auch beim Bernauer Bürgerhaushalt finanzielle Grenzen – diese liegt bei 20.000€ je Vorschlag. Weiterhin darf ein Vorschlag niemanden diskriminieren, es darf weder eine Privatperson noch ein Unternehmen begünstigt werden und letztendlich muss er innerhalb eines Jahres umsetzbar sein.

Spitzt also Eure Bleistifte und macht Euch Gedanken! 

Mehr Wildblumen in Bernau? Gerne doch!

Eine Sitzbank und Mülleimer am Gehweg? Na klar!

Ein paar zusätzliche Fahrradbügel in der Stadt? Immer her damit!

Ein Insektenhotel auf der Wiese? Mit Vergnügen!

Eine Fahrradselbsthilfestation mit Werkzeug und Luftpumpe? Warum denn nicht?

Wir freuen uns über alle Vorschläge, die das Rathaus erreichen und über die dann abgestimmt werden kann. Ihr entscheidet nämlich (fast) selbst, was am Ende umgesetzt wird mit den bereitstehenden 100.000 Euro.
Dass es in Bernau solch ein Angebot gibt, ist einfach großartig. Brandenburg ist Vorreiter bei Bürgerhaushalten – hier in der Mark befinden sich über ein Drittel aller deutschen Bürgerhaushalte. Jede zehnte Stadt bzw. Gemeinde in unserem Bundesland hat einen Bürgerhaushalt und beteiligt so ihre Einwohner*innen.  
Auch wenn wir so ein Instrument nutzen, so gilt Bernau nicht direkt als Vorbild. In einem Interview der Akademie für Lokale Demokratie mit Prof. Dr. Norbert Kersting von der WWU Münster wurden Eberswalde und Potsdam als gute Vorbilder genannt. Das Bürgerbudget aus dem Nordosten des Barnims wurde mit den Worten „schön“, „sehr positiv“ und „sehr gut organisiert“ erwähnt. Da stellt sich die Frage, was die Kreisstadt anders macht.

In Eberswalde kann man das ganze Jahr über Vorschläge einreichen, also 12 Monate und nicht nur 2 Monate wie in Bernau. Es gibt online ein Vorschlagsformular unter „eberswalde.de/vorschlagen“ und kein PDF-Formular zum Herunterladen (btw letztes Jahr wurde damit geworben, dass man die PDF nun direkt ausfüllen und per Klick versenden kann – im Jahr 2020). Es gibt mehr Vorschläge: 105 anstatt 67*. Davon sind dann auch noch mehr Vorschläge gültig: 67% statt 39%*. In den letzten 5 Jahren haben zusammengerechnet in Eberswalde 11.549 Einwohner*innen abgestimmt, in Bernau hingegen 2.731.

Darüber hinaus gibt es einen Twitterkanal, eine GoogleMap jedes Jahr mit allen Vorschlägen, eine 40-seitige Broschüre (digital & analog) mit allen Vorschlägen und Begründungen, eine jährliche Evaluation, Auflistungen nach Themenbereichen und vieles andere.
Eine Sache hat aber Bernau, die Eberswalde nicht hat: man kann seine Stimmabgabe per Fax senden.

Wir wollen den Bernauer Bürgerhaushalt besser machen und fangen mit dem wichtigsten Faktor an: die Abstimmung!

Eine hohe Beteiligung erreicht man durch eine gute Abstimmung bzw. ein gutes „Voting“. Es soll nach unseren Vorstellungen möglich sein, online die eigenen 5 Stimmen für die entsprechenden Vorschläge abzugeben. Daher haben wir von der SPD zusammen mit den Grünen/B90 einen Antrag eingereicht, um das zu ermöglichen.

Man kann sich mit Ideen aber auch direkt an die Bernauer SPD wenden. Einige von Euch sind vielleicht beim Spaziergang schon darauf gestoßen: an dem Schulhaus in der Kirchgasse 2  (bei Maria und Josef) hängt eine rote Wäscheleine. Wobei man vielleicht von einer roten „Wünscheleine“ sprechen sollte, denn hier kann man ebenfalls seine Ideen, Vorstellungen und Vorschläge anhängen. Wir hoffen, dass viele weitere Ideen dazukommen und die rote Wünscheleine noch voller wird. Wir werden die angehangenen Anregungen der Fraktion übergeben und wenn sie etwas gut findet, wird sie nach Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung suchen.

Lars Stepniak-Bockelmann
Maria Andrea Hüttinger
SPD Bernau

*betrachtet wurden jeweils die letzten 5 Jahre im Durchschnitt
*betrachtet wurden die letzten 2 Jahre
 

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