Eine KITA um jeden Preis

In Wandlitz gibt es zu wenige Kitaplätze, dieses Problem ist nicht erst seit den Kommunalwahlen bzw. Bürgermeisterwahlen bekannt. Wandlitz ist in den letzten 20 Jahren auf ca. 23000 Einwohner angewachsen. Einige Wandlitzer sind der Meinung, es ist genug mit dem Zuzug, aber können wir uns den gestellten Anforderungen verschließen, aus meiner Sicht nicht. 

Unsere Infrastruktur kann mit der anwachsenden Bevölkerung nicht Schritt halten. Ja, wir haben genug Supermärkte, wir haben Schulen, die zu klein sind und wir haben Kitas, die zum einen durch die Gemeinde selbst und zum anderen durch freie Träger betrieben werden und doch fehlen gerade im Bereich Kita Betreuungsplätze.

Die Gemeinde Wandlitz wollte darauf reagieren und hat vor einiger Zeit ein Grundstück in der Breitscheidstraße erworben. In direkter Nachbarschaft zum Barnim Panorama gelegen, aus meiner Sicht ein Platz von dem unsere Kinder profitieren, da es einen Schaugarten gibt, einen Lehrpfad und im Museum viele interessante Dinge aus der Geschichte unserer Eltern und Großeltern, die es heute so nicht mehr zu entdecken gibt. 

Dieser Standort wurde verworfen da er wohl zu wenig Fläche aufweise. Vielmehr wird eine Variante auf dem Baufeld - Am Töppersberg favorisiert .  Dort ist angedacht direkt am Straßenverlauf, Langen Grund, an einer  geschützten  Allee, eine Kita durch einen Bauherren zu bauen, mit Zuwegung durch den Langen Grund. Die Gemeinde würde die Kita Schlüsselfertig erwerben und 120 Kinder könnten einen Kitaplatz erhalten. 

“Unsere Infrastruktur kann mit der anwachsenden Bevölkerung nicht Schritt halten.“

Soweit die Theorie. Dieser Vorschlag ist aus meiner Sicht keine tragbare Lösung, da nicht nur der Lange Grund Schaden nehmen könnte, sondern weil wir als Gemeindevertreter keine aussagefähigen Unterlagen für eine Entscheidung  erhalten haben, ob bewusst sei dahin gestellt. Ich kann an dieser Stelle keinem neuen Kitabau zustimmen. Viele Probleme werden nicht angesprochen oder  werden mit dem gestiegenen Kitaplatzbedarf abgetan. Dass der gleiche Bauherr in diesem Bereich auch gleich noch Wohnhäuser errichten und somit eine Verdichtung der Fläche vornehmen möchte ist nur eine Nebennotiz, also kein Kopplungsgeschäft ”gibst du mir gebe ich dir”. 

Vielleicht wäre eine Lösung die mir dieser Tage von einem älteren Wandlitzer Einwohner gesagt wurde der richtige Weg: ” Warum bauen wir weiter, wenn unsere Infrastruktur sich nicht dem anpasst? Warum können wir nicht erst einmal inne halten und alles so herrichten das wir uns alle hier wieder wohlfühlen?” 

Vielleicht wäre das eine Lösung. 

Kerstin Berbig 
Gemeindevertreterin 
Mitglied der Partei 
DIE LINKE Wandlitz

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert