Information Hol- oder Bringschuld?

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Kirschner

Wenn ich wirklich etwas wissen will, so muss ich mir entsprechendes Wissen holen. Ich habe also eine Holpfl icht. Wenn ich möchte, dass andere von meinem Tun oder meinem Können etwas wissen sollten, dann muss ich sie darüber informieren. Das nennt man dann Bringepfl icht.

Beginnend mit Greta aus Schweden fordert nun die Jugend der Welt von den verantwortlichen Politikern mehr Einsatz für den Umwelt- und Klimaschutz. Es zeigte sich ein erschreckendes Un- und Halbwissen bei der Jugend zu diesen Themen. Dazu kommt das „Nichtglauben“ von wissenschaftlich erwiesenen Fakten, nur weil sie nicht ins Weltbild der Leute passen. Dies musste auch der Hamburger Umweltaktivist, Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler Professor Fritz Varentholt in seinen Diskussionen mit Jugendlichen immer wieder feststellen.

Auch in Wandlitz fordert die Jugend ihr unstrittiges Recht ein, etwas für Natur und Umwelt zu tun. Leider müssen wir auch hier immer wieder Unwissenheit über bereits Erreichtes, aktuell Durchgeführtes und Geplantes erkennen. Schon in der letzten Dekade haben sich kluge Köpfe in Wandlitz Gedanken gemacht, wie man die gemeindliche Energiepolitik verbessern kann. Unter Anderem hatte man im Fokus, wie der gemeindliche Verbrauch von Energie gesenkt werden kann oder zumindest nicht mehr steigen lässt.

So entstand ein Energiekonzept für Wandlitz mit den Schwerpunkten Energieeinsparung, Energieeffi zienz und der Einsatz alternativer Formen der Energieerzeugung. Zu Beginn dieser Dekade wurde das Energiekonzept von unserer Gemeindevertretung beschlossen und damit zur Richtschnur unserer Aktivitäten in Sachen Klima, Energie und Umwelt. Jetzt kommen wir wieder zum vorhandenen oder nicht vorhandenen Wissen. Wo fängt man an beim Umsetzen des Energiekonzeptes? Natürlich beim größten, teuersten Stromverbraucher der Gemeinde. Die Straßenbeleuchtung ist mit Abstand der größte Stromfresser. Durch den Wechsel der Leuchtmittel auf die LED-Technik kann man bis zu achtzig Prozent der Energie einsparen und damit die Gemeindekasse aktiv füllen. Auch außerhalb der Straßenbeleuchtung gibt es Einsparund Optimierungspotential.

So wird im Energiekonzept angeregt, alle öffentlichen Gebäude also Verwaltungsgebäude wie das Rathaus oder Schulen und Kleinkindeinrichtungen aber auch Bibliotheken und Feuerwehrgebäude energetisch zu optimieren. Hier wurden bereits eine Reihe von Projekten realisiert. Die Erfassung der IST-Daten, also unterschiedliche Temperaturmessungen in allen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten, und die Steuerung hin zu den SOLL-Daten, also unterschiedliche Heizungsanlagen entsprechend regulieren und verschiedene Thermostate in allen Räumen steuern, ist eine komplexe Angelegenheit, an deren Verwirklichung aktuell gearbeitet wird. Es sei erwähnt, dass es sich hier allerdings um eine schwierige Aufgabenstellung handelt. Unter Anderem wurde deshalb auch ein Energiemanager in der Verwaltung eingestellt. Er hat regelmäßig der AG Energie den Status der Umsetzung des Energiekonzeptes berichtet und auch Probleme und Schwierigkeiten off engelegt. Gemeinsam wurden dann Lösungsansätze diskutiert. Es ist eben der ausdrückliche Wunsch der AG, etwas Konkretes, Abrechenbares für die Gemeinde, für uns selbst und damit auch für die Umwelt und Natur zu machen. Somit sind wir voll bei der Erfüllung und Umsetzung der berechtigten Forderungen unserer Jugend. Haben sie dies so gewusst?

”Durch den Wechsel der Leuchtmittel auf die LED-Technik kann man bis zu achtzig Prozent der Energie einsparen und damit die Gemeindekasse aktiv füllen.”

Ich bin hiermit ein wenig meiner Informationsbringepfl icht nachgekommen. Ich hoff e und wünsche mir, dass die Jugend ihrer Informationsholpfl icht auch etwas nachkommt. Vielleicht sollte sich jeder Einzelne überlegen, wie er seinen berechtigten Protest in aktives Mitgestalten umwandelt. Möglichkeiten gibt es viele. Zum Beispiel könnte man einen oder mehrere Tage sein Smartphone ausschalten und nicht benutzen. Auch die Nicht-Nutzung von Streaming- Diensten über einen längeren Zeitabschnitt wäre eine gute Tat für die Umwelt und Natur. Beim täglichen Einkaufen sollte man auf die Inhaltsstoff e achten und möglichst Produkte mit Palmöl meiden. Idealer Weise könnte man aber auch eine Patenschaft über einen Baum in der Gemeinde übernehmen und ihn pfl egen. In diesem Sinne wünsche ich eine gute Zusammenarbeit. Denn Zusammen haben wir bisher alles gemeistert.

Wolfgang Kirschner
Gemeindevertreter
Mitglied von BVB / FREIE WÄHLER

Wenn ich wirklich etwas wissen will, so muss ich mir entsprechendes Wissen holen. Ich habe also eine Holpfl icht. Wenn ich möchte, dass andere von meinem Tun oder meinem Können etwas wissen sollten, dann muss ich sie darüber informieren. Das nennt man dann Bringepfl icht.

Beginnend mit Greta aus Schweden fordert nun die Jugend der Welt von den verantwortlichen Politikern mehr Einsatz für den Umwelt- und Klimaschutz. Es zeigte sich ein erschreckendes Un- und Halbwissen bei der Jugend zu diesen Themen. Dazu kommt das „Nichtglauben“ von wissenschaftlich erwiesenen Fakten, nur weil sie nicht ins Weltbild der Leute passen. Dies musste auch der Hamburger Umweltaktivist, Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler Professor Fritz Varentholt in seinen Diskussionen mit Jugendlichen immer wieder feststellen.

Auch in Wandlitz fordert die Jugend ihr unstrittiges Recht ein, etwas für Natur und Umwelt zu tun. Leider müssen wir auch hier immer wieder Unwissenheit über bereits Erreichtes, aktuell Durchgeführtes und Geplantes erkennen. Schon in der letzten Dekade haben sich kluge Köpfe in Wandlitz Gedanken gemacht, wie man die gemeindliche Energiepolitik verbessern kann. Unter Anderem hatte man im Fokus, wie der gemeindliche Verbrauch von Energie gesenkt werden kann oder zumindest nicht mehr steigen lässt.

So entstand ein Energiekonzept für Wandlitz mit den Schwerpunkten Energieeinsparung, Energieeffi zienz und der Einsatz alternativer Formen der Energieerzeugung. Zu Beginn dieser Dekade wurde das Energiekonzept von unserer Gemeindevertretung beschlossen und damit zur Richtschnur unserer Aktivitäten in Sachen Klima, Energie und Umwelt. Jetzt kommen wir wieder zum vorhandenen oder nicht vorhandenen Wissen. Wo fängt man an beim Umsetzen des Energiekonzeptes? Natürlich beim größten, teuersten Stromverbraucher der Gemeinde. Die Straßenbeleuchtung ist mit Abstand der größte Stromfresser. Durch den Wechsel der Leuchtmittel auf die LED-Technik kann man bis zu achtzig Prozent der Energie einsparen und damit die Gemeindekasse aktiv füllen. Auch außerhalb der Straßenbeleuchtung gibt es Einsparund Optimierungspotential.

So wird im Energiekonzept angeregt, alle öffentlichen Gebäude also Verwaltungsgebäude wie das Rathaus oder Schulen und Kleinkindeinrichtungen aber auch Bibliotheken und Feuerwehrgebäude energetisch zu optimieren. Hier wurden bereits eine Reihe von Projekten realisiert. Die Erfassung der IST-Daten, also unterschiedliche Temperaturmessungen in allen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten, und die Steuerung hin zu den SOLL-Daten, also unterschiedliche Heizungsanlagen entsprechend regulieren und verschiedene Thermostate in allen Räumen steuern, ist eine komplexe Angelegenheit, an deren Verwirklichung aktuell gearbeitet wird. Es sei erwähnt, dass es sich hier allerdings um eine schwierige Aufgabenstellung handelt. Unter Anderem wurde deshalb auch ein Energiemanager in der Verwaltung eingestellt. Er hat regelmäßig der AG Energie den Status der Umsetzung des Energiekonzeptes berichtet und auch Probleme und Schwierigkeiten off engelegt. Gemeinsam wurden dann Lösungsansätze diskutiert. Es ist eben der ausdrückliche Wunsch der AG, etwas Konkretes, Abrechenbares für die Gemeinde, für uns selbst und damit auch für die Umwelt und Natur zu machen. Somit sind wir voll bei der Erfüllung und Umsetzung der berechtigten Forderungen unserer Jugend. Haben sie dies so gewusst?

”Durch den Wechsel der Leuchtmittel auf die LED-Technik kann man bis zu achtzig Prozent der Energie einsparen und damit die Gemeindekasse aktiv füllen.”

Ich bin hiermit ein wenig meiner Informationsbringepfl icht nachgekommen. Ich hoff e und wünsche mir, dass die Jugend ihrer Informationsholpfl icht auch etwas nachkommt. Vielleicht sollte sich jeder Einzelne überlegen, wie er seinen berechtigten Protest in aktives Mitgestalten umwandelt. Möglichkeiten gibt es viele. Zum Beispiel könnte man einen oder mehrere Tage sein Smartphone ausschalten und nicht benutzen. Auch die Nicht-Nutzung von Streaming- Diensten über einen längeren Zeitabschnitt wäre eine gute Tat für die Umwelt und Natur. Beim täglichen Einkaufen sollte man auf die Inhaltsstoff e achten und möglichst Produkte mit Palmöl meiden. Idealer Weise könnte man aber auch eine Patenschaft über einen Baum in der Gemeinde übernehmen und ihn pfl egen. In diesem Sinne wünsche ich eine gute Zusammenarbeit. Denn Zusammen haben wir bisher alles gemeistert.

Wolfgang Kirschner
Gemeindevertreter
Mitglied von BVB / FREIE WÄHLER

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