Parkplatz oder Marktplatz?

Als das Parken auf dem Marktplatz vor dem Rathaus anfing, war es erstmal befremdlich. Das ist nun aber schon so lange her, dass sich eine gewisse Gewohnheit eingestellt hat. Umso wichtiger war es, dass das Thema wieder auf der politischen Tagesordnung stand

Der Marktplatz ist schließlich öffentlicher Raum - er gehört uns allen und geht uns alle an. Er dient im Zentrum unserer mittelalterlichen Stadt als Treffpunkt, als Veranstaltungsstätte, als Ort der zufälligen Begegnung und nicht zuletzt als echter Marktplatz.

Unser Bernauer Wochenmarkt erfreut sich großer Beliebtheit. Neben frischen Lebensmitteln und Haushaltswaren wird mit „Musik im Korb“ in unserer Stadtmitte auch kulturell etwas geboten.

Kaum eröffnet waren sicherlich schon viele Bernauer*innen auf der Dachterrasse des Neuen Rathauses und genossen den fantastischen Ausblick dort oben. Wieder im Erdgeschoss will sich beim Kaffeegenuss nicht so recht das gleiche Gefühl einstellen, wenn man zum Alten Rathaus hinüberschaut. Viele parkende PKWs behindern die Sicht und der Gedanke „Bloß nicht heiraten!“ hat nichts mit Corona zu tun, sondern mit der Metalllawine vor der Rathaustreppe.

Wir wünschen uns schnellstmöglich wieder die ursprüngliche Nutzung des Marktplatzes.

Die Bürgermeisterstraße kann man auch sehr gut von den Parkhäusern in der Eberswalder Straße (6 Minuten) und an den Stadtwerken (5 Minuten) erreichen - als Pluspunkt wird dort Videoüberwachung angeboten.

Und falls doch wieder auf dem Marktplatz geparkt wird, dann soll es aber bitteschön ein Löschzug samt Einsatzfahrzeugen sein, der für frisch verheiratete Kameraden Spalier steht. Das konnte man schon lange nicht mehr bestaunen.

Und wenn die Pandemie besiegt ist, können auch Schaustellerfahrzeuge wieder Platz vor dem Rathaus finden. Denn auf Rummel, Getränkewagen und Würstchenbude freuen wir uns ebenfalls wieder.

Bis dahin wünschen wir allen Leserinnen und Lesern: Bleiben Sie gesund! 
- Lars Stepniak-Bockelmann
Maria Andrea Hüttinger
SPD Bernau