Corona-Überbrückungshilfe III

Fixkostenhilfe für November 2020 bis Juni 2021

Der harte Lockdown wurde erst kürzlich erneut verlängert und schränkt das wirtschaftliche und soziale Leben weiterhin stark ein. Um die Unternehmen mit den finanziellen Konsequenzen nicht allein zu lassen, geht auch die Überbrückungshilfe in ihre dritte Verlängerung. Sie soll den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 abdecken und kann seit dem 10.02.2021 beantragt werden. Um noch mehr Unternehmen zu erreichen, sind die Antragsvoraussetzungen gegenüber der Überbrückungshilfe II deutlich vereinfacht worden.

Gleich bleibt, dass in der Schlussabrechnung die tatsächliche Höhe von Umsatz, Umsatzeinbruch und Fixkosten im jeweiligen Fördermonat nachzuweisen ist. Dabei sind Nachzahlungen und somit höhere Erstattungen möglich, sollten die tatsächlichen Umsätze niedriger bzw. die Fixkosten höher ausfallen als erwartet. Im umgekehrten Fall sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen.

Vereinfachte Antragsvoraussetzungen

Das Kriterium zur Antragsberechtigung wurde vereinheitlicht. Künftig können grundsätzlich alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro Unterstützung erhalten, die in einem Monat mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch (gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat in 2019) erlitten haben. Demnach wird nicht mehr nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen, Zeiträumen und direkter oder indirekter Betroffenheit unterschieden. Dies ist vor allem auch für die Unternehmen bedeutsam, die bei der Überbrückungshilfe II an den Umsatzhürden gescheitert sind. 
Zu beachten ist, dass für die Monate November und Dezember mehrere Förderprogramme laufen, eine Mehrfachförderung jedoch ausgeschlossen ist. Demnach darf Überbrückungshilfe III erst für die Fördermonate ab Januar 2021 beantragt werden, wenn ein Unternehmen bereits November- bzw. Dezemberhilfe erhalten hat. Wenn Überbrückungshilfe II für November/ Dezember 2020 bezogen wird, wird diese auf die Überbrückungshilfe III für November/ Dezember 2020 angerechnet. 

Höhere Fördervolumen und Abschlagshöhe

Der maximale monatliche Zuschuss beträgt bis zu 1,5 Mio. Euro pro Fördermonat, kann wegen EU-rechtlicher Obergrenzen (kürzlich angehoben!) jedoch gedeckelt sein. Wie schon beim Vorgängerprogramm spielt die Anzahl der Beschäftigten keine Rolle mehr. Da erst ab März mit der regulären Auszahlung begonnen wird, können Unternehmen bis dahin Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten. Die Höhe des Umsatzrückgangs entscheidet unverändert über die Höhe der Fixkostenerstattung. Dabei wird jeder Monat einzeln betrachtet:

Mehr ansetzbare Fixkosten

Allgemein sind nun mehr Kosten förderfähig als bisher. Dazu zählen Umbaukosten für Hygienemaßnahmen mit bis zu 20.000 Euro pro Monat und Investitionen in Digitalisierung mit einmalig bis zu 20.000 Euro, z. B. für Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops. Die Kosten können auch angesetzt werden, wenn diese bereits seit März 2020 angefallen sind.

Für besonders von der Krise betroffene Branchen gibt es Sonderregelungen bezüglich der ansetzbaren Fixkosten. So sollen bspw. für den Einzelhandel Abschreibungen auf verderbliche Ware und Saisonware zu 100 % als Fixkosten ansetzbar sein. Für die Reisebranche sollen Kosten und Umsatzausfälle durch Stornierungen umfassender berücksichtigt werden können. Soloselbständige können alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 50 % des Vergleichsumsatzes (maximal 7.500 Euro) als „Neustarthilfe“ erhalten.

Tipp

Die Anträge auf Überbrückungshilfe III können auch weiterhin nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden. Gern übernehmen wir die Prüfung der Antragsvoraussetzungen, Antragstellung und Schlussabrechnung für Sie. Kommen Sie dazu gern auf uns zu!
 

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