Das Hupkonzert der Chauffeure der Heidekrautbahn im Barnim

Unsere Heidekrautbahn im Barnim ist ein Segen für alle Nutzer im Einzugsgebiet. Gerade in Anbetracht des Klimawandels. Wäre da nicht das Gehupe einiger Zugführer in voller Lautstärke und Länge im Bereich der Fußgängerüberwege. Das geht durch Mark und Bein. Wenn uns jemand das erste mal besucht, machen wir als erstes darauf aufmerksam, was passieren kann, wenn ein Zug vorbei fährt. Es soll ja niemand einen Schaden erleiden. Und das 20 Stunden täglich 365 Tage im Jahr im Halbstundentakt. Bei manchen Zugführern hat man spätabends, nachts oder sehr früh am Morgen das Gefühl er teilt uns mit: „Ich muß arbeiten, das müsst Ihr alle wissen, da braucht Ihr auch nicht mehr zu schlafen.“

Aber es gibt auch Ausnahmen. E I N I G E Zugführer können kurz und gefühlvoll Signal geben. D E N E N sei hiermit ein ganz G R O ß E S Dankeschön gesagt. S I E beweisen Rücksichtnahme und Achtung und Mitgefühl für Ihre Mitmenschen, die im Bereicht der Bahnstrecke wohnen. 

Es ist kein Automat, der das Signal auslöst. Es ist ganz allein die menschliche Hand des Zugführers, die Länge und Lautstärke des Signals auslöst. Also ist das Ganze ein rein 
m e n s c h l i c h e s Problem! Also, von Menschen lösbar!!

Kein Verkehrsmittel verursacht mehr LÄRM wie einige Zugführer unserer Heidekrautbahn mit dem Hupkonzert. Niemand stellt die Sicherheit im Verkehr in Frage. Jeder hätte Verständnis, wenn starkes Schneetreiben oder starker Nebel ist. Aber bei guter und klarster Weitersicht??? Muss das sein?

Noch nie habe ich in Berlin bei einer S-Bahn, wo oft hunderte Passagiere auf dem Bahnsteig stehen, erlebt, dass auch nur einmal gehupt wurde. Unsere Fußgängerüberwege sind alle geringfügig frequentiert. E I N I G E Zugführer schaffen es, zwischen Bahnhof Wandlitzsee und dem ersten Fußgängerüberweg Richtung Klosterfelde auf ca. 300 Meter drei mal lange und mit größter Lautstärke zu hupen. W A R U M ?????

Der Erste bin ich nicht, den das stört. Es ist bekannt, dass unsere ehemalige Bürgermeisterin beim Chef der VEB deswegen vorgesprochen hat. Das Ordnungsamt hat es versucht, ebenso die Komission für Ordnung und Sicherheit. Alle erfolglos!
Auch ich habe vom Chef der NEB dazu ein Schreiben mit Signalordnung erhalten. Es ist alles Rechtens und TÜV geprüft. Wozu haben wir ein Lärmschutzgesetz? Ist die NEB ein Staat im Staate mit Sonderrechten ausgestattet ???

Warum gibt es:

- Straßen im Wohngebiet mit Hupverbot?

- Zeiten, in denen es verboten ist Rasen zu mähen?

- Autobahnen in der Nähe von Wohngebieten mit Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen Lärm von Rollgeräuschen von 22-6 Uhr auf 20km/h?

- werden an Bahnstrecken und Autobahnen kilometerlange Lärmschutzwände zur Minderung von Rollgeräuschen gebaut?

- ein Nachtflugverbot von Passagierflugzeugen?

- Geschwindigkeitbeschränkungen auf 30km/h im Ortsbereich der B109?

- u.v.a. z.B. A111 und 114 durch Berlin begrenzt auf 60km/h?

All das vorgenannte ist Lärm weit unterhalb des Lärmpegels, den die Heidekrautbahn bei voller Ausnutzung des Hupvolumens erreicht. 

Ich weiß nicht, wo die Zugführer der Heidekrautbahn zu Hause sind. Würde der Chef der NEB im Bereich eines Fußgängerüberweges an der Bahn wohnen, hätte er vermutlich schon eine Lösung für alle Beteiligten in diesem Bereich gefunden.

Gerne lade ich interessierte Zugführer, auch den Chef, zu uns nach Hause ein. Da könnte man dann hautnah dieses Spektakel einmal über mehrere Stunden erleben. Meine Adresse ist dem Journal bekannt. 

Mit freundlichem Gruß,
Paul Einicke