Zu: “Legalize it” aus der Ausgabe Oktober

Sehr geehrte Redaktion, 

zu aller erst ist es mein Anliegen zu erwähnen, wie positiv ich es bewerte, ein  Lokalmagazin in dieser Form in Bernau begrüßen zu dürfen. Nicht nur spielt die regionale Teilhabe der Bürger eine enorm wichtige Rolle in der Gestaltung unserer Politiklandschaft sondern Sie sind die ersten, die soziale  Veränderungen direkt vor Ort spüren und mit gesellschaftlichem Wandel umzugehen haben. In diesem Zusammenhang finde ich es besonders positiv, dass bei einem so aktuellem Thema wie der Legalisierung von Betäubungsmitteln nicht einfach nur eine Meinung veröffentlicht, sondern das Thema von mehrern Seiten beleuchtet wird. Ich persönlich habe mich nicht in der Argumentation der „Pro“ Fraktion wiedergefunden. Dies mag an meinem Alter und an der Art liegen, mit der ich aufgewachsen bin, doch war ich sehr überrascht, dass der Ansatz des „Contra“ Beitrages nicht die übligen Wege der Panikmache einschlug, sondern ganz konkret an Zahlen und nüchternen Überlegungen versucht hat begreiflich zu machen, dass (junge) Menschen auf Ansprache reagieren. Vielleicht wäre diese Form der „Aufklärung“ auch in anderen Themenbereichen interessant? Welche Kampagnen finden öffentlichkeitswirksam zur Bekämpfung des Klimawandels, des rechten/linken/islamischen Terors statt? Keine Panikmache oder starke Worte, sondern direkt in den Klassenräumen nüchterne, politische, soziale Bildung. Abseits der vorgegeben Pfade und zum selber Nachdenken anregend.

- Alexander Rödel