Stärkung des Tourismusvereins einstimmig beschlossen - Neuer Geschäftsbesorgungsvertrag bestärkt

die Zusammenarbeit zwischen dem Amt Biesenthal-Barnim und dem Tourismusverein Naturpark Barnim

Nachdem in Wandlitz die Übernahme von Aufgaben der Tourismusarbeit seitens der Gemeinde Wandlitz vertraglich an den Tourismusverein Naturpark Barnim e.V. übertragen wurde – zuletzt in 2019 bestärkt – konnte nun auch das Amt Biesenthal-Barnim nachziehen. Per einstimmigem Beschluss am 1. März 2021 hat der Amtsausschuss des Amtes Biesenthal-Barnim die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt.

Der Amtsausschuss des Amtes Biesenthal-Barnim hat sich dabei an der bereits bestehenden Kooperation mit der Gemeinde Wandlitz orientiert. „Wir freuen uns, dass der politische Wille zur Förderung des Tourismus in der Region vorhanden ist und danken den Abgeordneten dafür, dass sie gerade in dieser schwierigen Phase für die Branche ein positives Signal aus der Kommunalpolitik setzen“, so Stephan Durant, Geschäftsführer des Tourismusvereins Naturpark Barnim.

Konkret bedeutet dies unter anderem: die Öffnungszeiten der Tourist-Information Biesenthal werden um zwei Stunden pro Woche verlängert. Von November bis April kommt eine Samstags-Öffnung hinzu. "Seit einigen Jahren ist das Interesse an Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren im Frühling und Herbst in unserer Region stark angewachsen", begründet Sieglinde Thürling, Gästebetreuerin in der Tourist-Information Biesenthal, die verlängerten Öffnungszeiten und erklärt dazu weiter: "Auch bei unseren 'Nachbarn' aus der Gemeinde Wandlitz stehen Kurzausflüge durch das Biesenthaler Becker, das Nonnenfließ, an den Hellsee oder die Krumme Lanke ebenso für Tagesausflüge auf dem Programm, wie bei unseren auswärtigen Gästen."

Die Verlängerung der Saison in den Herbst und das Frühjahr ist das übergreifende Ziel für alle Gemeinden des Vereinsgebietes, um das klassische Sommergeschäft zu verlängern. Außerdem soll es zunehmend gelingen, nicht nur Tagestouristen, sondern auch Übernachtungsgäste in der Region zu halten.

Das wünscht sich auch Amtsdirektor Andre Nedlin, der dabei vor allem die positiven wirtschaftlichen Aspekte für das Amt Biesenthal-Barnim im Auge hat: „Es ist uns wichtig, dass wir Touristen auch zum Verweilen in unseren landschaftlich schönen Gemeinden einladen. Dazu wird es zukünftig notwendig sein, die Vielfalt - aber auch die touristischen Unterschiede - unserer Gemeinden stärker herauszuarbeiten. Erklärtes Ziel muss aber sein, den Tourismusverein gemeindeübergreifend, nicht nur innerhalb der Struktur des Amtes Biesenthal-Barnim, früher und stärker in die jeweiligen touristischen Infrastrukturmaßnahmen der einzelnen Kommunen einzubinden. Dabei war es dem Amtsausschuss des Amtes Biesenthal-Barnim sehr wichtig, dem Tourismusverein Naturpark Barnim auf der einen SeitePlanungssicherheit zu geben aber auch für ein verbessertes Angebot einzutreten“, so Nedlin.

Durant freut sich für alle etwa 120 Mitglieder über die neue Vertragsgrundlage: "Für unsere Vereinsmitglieder ist es immens wichtig, gerade jetzt zu wissen, dass sie in der momentanen extrem schwierigen, ja sogar oft existenzbedrohenden Pandemie-Situation von der Kommunalpolitik nicht alleine gelassen werden, sondern die Kommune alle unsere Anstrengungen unterstützt, den Tourismus in der Region am Leben zu halten - und perspektivisch sogar auszubauen."

Dazu verpflichtet sich der Tourismusverein in den beiden Geschäftsbesorgungs-verträgen mit der Gemeinde Wandlitz und dem Amt Biesenthal-Barnim zur Öffentlichkeitsarbeit, zu Marketing- und Werbemaßnahmen über touristische und kulturelle Angebote sowie zur Unterstützung, Koordination und Kooperation bei touristischen und kulturellen Projekten. Das trifft in Wandlitz beispielsweise auf das Chanson-Festival "Georges Brassens", den Jedermann- und Firmenlauf "Wandlitz – Hier läufts", den Vertrieb für den "Goldenen Löwen", die "Berliner Eisenbahnfreunde" oder die Angebote der Natur- und Landschaftsführer*innen zu. Gleichfalls betrifft das auch zentrale Veranstaltungen, etwa den landkreisweiten "Tagen der offenen Ateliers" oder den "Tag des offenen Bahnhofes", der in diesem Herbst für das Streckennetz der NEB Niederbarnimer Eisenbahn am Bahnhof Wandlitzsee ausgerichtet werden wird. Ebenso stehen Kooperationsprojekte, wie das Marketing für den Wanderweg "Rund um die Schorfheide", den Radring "Rund um Berlin" oder neue Ideen in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Berlin-Pankow/Weißensee/Prenzlauer Berg auf dem Arbeitsplan des Vereins.

Mit den Leistungsträger*innen sollen dazu eigenständige und regionaltypische Angebote erarbeitet und vertrieben werden.

Zielgruppen für alle Vereinsaktivitäten gleichermaßen sind Touristen und Urlauber, Tagesausflügler und Einheimische. Bei der Arbeit für die Bewohner*innen geht es auch um die Mitwirkung bei der weiteren Gestaltung und Erhaltung der Ortsbilder sowie bei der Erhöhung des Freizeitwertes. Dazu plane man derzeit Gespräche in allen Wandlitzer Ortsteilen, so Durant und erklärt weiter: "In diesen Tagen sind wir auf 'Rundreisen' zu unseren Mitgliedern, um über Problemlagen und Bedürfnisse informiert zu sein, bevor wir diese mit den kommunalen Entscheidungsträger*innen besprechen."

Um die Qualität seiner Aufgaben nach innen und außen zu sichern und zu dokumentieren, verpflichtet sich der Verein 2021 zur erneuten Zertifizierung der Tourist-Informationen in Wandlitzsee und Biesenthal mit dem Qualitätssiegel „Rotes i“.

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