Wir sind Wandlitz - April 2021

In diesem Monat: Patrycja Joanna Frey

Wer

Mein Name ist Patrycja Joanna Frey und ich bin freiberufliche Illustratorin und Künstlerin.  Das Leben in Wandlitz ist eine große Bereicherung für mich und meine kleine Familie. Der Ort, umgeben von wunderschönen Seen und Wäldern, gibt mir immer wieder neue Impulse für meine kreative Arbeit. 

Früher fand ich meine Inspiration in lebendigen, großen Städten mit vielen, bunten Menschen und  Sinneseindrücken. So war Berlin lange Zeit mein Zuhause, davor habe ich ein knappes Jahrzehnt in Brighton, England gewohnt. Dort wurde mir als heranwachsendes Mädchen der Samen meiner künstlerischen Arbeit gesetzt. Denn in Brighton konnte man alles sein, alles werden. Grenzen gab es nicht. Und das war gut, denn in meiner Kindheit gab es davon mehr als genug. Es ist naheliegend, dass sich die Unterdrückung, die ich als Kind zuhause erlebte, auf eine Art und Weise in meiner Kunst widerspiegelt.  

Was

Die Idee für ein neues Kunstwerk bekomme ich fast immer nachts, kurz vor dem einschlafen. Notizheft und Stift liegen immer bereit und jede noch so absurde Idee wird aufgeschrieben. Ich male oft Frauen, die eine Message tragen, sie sind selbstbewusst und haben etwas zu sagen. Dieser Aspekt scheint mir wichtig. 

Ich skizziere meine Werke mit einem Bleistift vor. Danach bearbeite ich die Skizze digital am PC weiter. Mein Stil ist oft minimalistisch, ich mag klare und ausdrucksstarke Linien. Diese lassen das Kunstwerk stark und mächtig wirken, so wie die Frauen, denen ich auf meinen Bildern eine Stimme verleihe. 
Darüber hinaus erstelle und illustriere ich ein Kinderbuch. Ich setze mich dafür ein, dass Kindern ein gesundes Körpergefühl vermittelt wird. Kinder sollen ihren Körper erkunden dürfen.

Warum

Die von mir erstellte Kunst spannt einen Bogen, der vom achtsamen Lebensstil bis hin zum Feminismus reicht und für mich heilend wirkt. 

Ich habe gelernt, die Kunst als Ventil zu nutzen für all das Negative was mir widerfahren ist. Meine Kindheit war eine turbulente Zeit. Sie wurde geprägt von Stimmungsschwankungen und Gewalt. Mir wurde suggeriert, dass ich als Kind keine Stimme habe und der Macht der Eltern unterlegen bin. Mit 17 Jahren traf ich die Entscheidung alles hinter mir zu lassen und alleine ins Ausland zu ziehen. In Brighton, England fing ich noch einmal von vorne an. 
Die selbstbewussten Frauen, die ich in meinen Bildern darstelle, haben eine positive Ausstrahlung und vermitteln Kraft. Eine Kraft, die ich damals selbst erst wieder in mir finden musste. Die Frauen sind meine Begleiter, durch sie verarbeite ich Emotionen, die mich nicht loslassen und gleichzeitig erinnern sie mich an meine positiven Werte.

Ich bin der Überzeugung, dass jeder eine innere Kraft in sich trägt. Es sind leider oft gesellschaftliche Strukturen, Autoritäten und Systeme, die diese innere Kraft erblassen  lassen. Mit meiner Kunst möchte ich an die innere Kraft erinnern, die in uns steckt. Denn im Grunde sind wir alle gut. 

Nächster Ausstellungstermin ist vom 07. bis 14. August 2021 in der Inselgalerie in Berlin. 
Nähere Infos zu mir und meiner Kunst: www.rosafrey.com

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