Der Fischerbrunnen sprudelt wieder

Kennen Sie die Geschichte um die Herkunft der Maränen im Wandlitzer See? Der Teufel soll dabei seine Hand im Spiel gehabt haben.

Am Wandlitzsee soll früher ein Kloster gelegen haben. Einer der Mönche wollte gern ein Gericht Maränen essen. Er setzte sich mit dem Teufel in Verbindung und versprach ihm seine Seele, wenn er ihm in einer bestimmten Nacht um 12 Uhr die gewünschten Fische bringen würde. Nach einigen Tagen bekam der Mönch Gewissensbisse. Er sann nach, wie er dem Teufel entgehen könne. Da fiel ihm eine List ein. Er stellte die Klosteruhr 10 Minuten vor. Als nun um Mitternacht der Höllenfürst brausend durch die Luft daher kam und gerade an dem gegenüberliegenden Ufer des Sees war, schlug die Klosteruhr zwölf. Da sah der Teufel, dass er die Wette verloren hatte und lies vor Wut die Maränen in den Wandlitzsee fallen.

So die auch noch einmal auf einer vor dem Fischerbrunnen eingelassenen Bronzeplatte nachzulesene Sage. Der Brunnen selbst sprudelt seit dem ersten Mai auf dem Platz vor dem Strandrestaurant Wandlitz wieder. Bürgermeister Oliver Borchert eröffnete gemeinsam mit Bauhofleiter Björn Rücker die Brunnensaison und setzte den Brunnen in Betrieb. Vorausgegangen waren seit Mitte März der Austausch des im Laufe der Zeit undicht gewordenen Brunnenschachtes gegen einen neuen und größeren, Reinigungs- und Konservierungsarbeiten an der drei Meter hohen Bronzeskulptur durch einen beauftragten Fachbetrieb, Reparaturarbeiten an der Brunnenumrandung und abschließend eine Grundreinigung des Wasserbeckens. Der Wandlitzer Bauhof brachte das Brunnenumfeld auf Vordermann. So wurden die Bänke mit neuen Latten und selbst hergestellten Seitenprofilen bestückt, die gebundene Wegedecke aufgefrischt und rundum der Rasen gemäht.

Rund 30 quietschebunte Entchen in verschiedenen Größen und Formen wurden aus Anlass der Eröffnung der Brunnensaison von den Anwesenden „zu Wasser gelassen“.

Bereits seit 20 Jahren bildet der Fischerbrunnen auf dem Platz vor dem Wandlitzer Strandrestaurant einen Blickfang. Der Neuenhagener Künstler Michael Klein gestaltete die markante Brunnenanlage nach der Sage „Wie die Maränen in den See kamen“, im Auftrag der Wandlitzer Verwaltung, als 1998 der damals noch selbständige Ortsteil Wandlitz die Grünfläche und den Platz vor dem Strandbad und dem Strandrestaurant neu gestalten ließ. Im Jahr 2000 wurde der fertige Brunnen dann offiziell eingeweiht.