Kampfmittelräumung im Wandlitzsee macht Fortschritte

Von einer „Herkulesaufgabe“ sprach Bürgermeister Oliver Borchert während der Begehung der Baggerarbeiten zur Munitionsbergung am Strandbad Wandlitzsee am 17. März. 

Und die bereits geleistete und noch vorliegende Arbeit trägt dieser Einschätzung durchaus Rechnung. Ursprünglich 15.000 Quadratmeter Gefahrenfläche mussten Stück für Stück durchsucht werden. Dabei kamen die eingesetzten Taucher pro Tag manchmal lediglich 3 Quadratmeter voran. Damit die geplante Eröffnung des Strandbades am 1. Mai stattfinden kann, hat die Gemeinde 200.000 Euro in Ihrem Haushalt für die Räumung der Kampfmittel bereitgestellt.

Jetzt birgt ein eigens eingesetzter Schwimmbagger das Material aus dem See, welches von einem weiteren an Land befindlichen Bagger verteilt und aufbereitet wird. Zuletzt nähert sich ein „Sondenteam“ und inspiziert den Inhalt auf Kampfmittel. Handgranaten, Handwaffen und Munition können auf diese Weise erheblich schneller geborgen werden, was die Belastung für die im See befindlichen Taucher deutlich reduziert.

In den nächsten Wochen sollen auf diese Weise 1.000 oder sogar mehr Quadratmeter auf potenziell gefährliche Gegenstände durchsucht werden. Und auch wenn sich das Niveau der Funde verringert, gibt es keinen Grund mit der sorgfältigen Suche abzuschließen. Entsprechend gründlich äußerte sich auch der technische Einsatzleiter des Kampfmittelbeseitigungsdiens, André Vogel.„Am Ende will man Sicherheit haben“.

Durch die Sperrung des Wandlitzsee kam es im vergangenen Jahr auch zu einer Verlagerung des Tourismus. Andere Seen in der Gemeinde waren erhöhter Frequenz und Besucherzahlen ausgesetzt, die sich auch durch erhöhtes Abfallaufkommen äußerten. Gleichzeitig zog es Besucher, die eigentlich zum Strandbad Wandlitzee kommen wollten zu ganz anderen Orten innerhalb des Barnim. Neben den fehlenden Einnahmen für den Ticketverkauf war der Ausfall der Saison somit auch für alle im Tourismus tätigen Gewerbetreibende ein herber Schlag. Das aktive Einsetzen der Verwaltung für eine planmäßige Öffnung am 1. Mai wird somit von vielen begrüßt. Noch während der Begehung wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.

Wir drücken die Daumen für ein rasches und vor allem unfallfreies Vorankommen.