Ein weiterer Spielplatz für Basdorf?!

Seit 2011 ist kein neuer Spielplatz in Basdorf entstanden!

Der Basdorfer Ortsbeirat hatte jahrelang gehofft, dass sich mit der Realisierung des Projekts Basdorfer Wiesenpark die prekäre Spielplatzsituation im Ortsteil Basdorf endlich verbessert. Da beantragte Fördergelder nunmehr ausbleiben, kann es noch Jahre dauern bis der nächste Spielplatz in Basdorf errichtet wird. Die neuhinzuziehenden Einwohner*innen, wie auch die Alteingesessenen sollten allerdings erwarten können, dass genug Spielflächen für ihre Kinder vorhanden sind bzw. bei einem zu geringen Angebot neue Spielplätze zeitnah geschaffen werden. Seit über einem Jahrzehnt wird für den Ortsteil Basdorf festgestellt, dass es zu wenige Spielplätze gibt. In Anlehnung an die Verwaltungsvorschriften zur Brandenburgischen Bauordnung sollte pro Einwohner 1 m² Spielfläche vorhanden sein. Basdorf hat mittlerweile über 6.000 Einwohner*innen und somit müssten in Basdorf jetzt über 6.000 m² „Sollspielfläche“ für unsere Kinder existieren. In der traurigen Realität sind es nach Verwaltungsangaben exakt 3.225,18 m². Basdorf erreicht damit nur einen Stand von ca. 53 % und ist was die Ausstattung mit Spielplätzen betrifft weiterhin mit weitem Abstand der schlechteste Ortsteil der Gemeinde Wandlitz.

Forderung nach Bau eines Spielplatzes 2022

Vor diesem Hintergrund und des prognostizierten weiteren Einwohner*innenwachstums haben die Gemeindevertreter*innen aus dem Ortsteil Basdorf Katja Hoyer (B90/DIE GRÜNEN), Thomas Rüdiger (CDU) und Frank Bergner (DIE LINKE) die Initiative ergriffen und beantragen, dass im Jahr 2022 auf dem ehemaligen Polizeigelände ein Spielplatz mit anliegendem Bolzplatz und Beachvolleyballplatz geschaffen wird. Der Standort eignet sich hervorragend zur Realisierung des Projektes, da hier und in der näheren Umgebung bereits viele Wohnungen entstanden sind und in den nächsten Jahren auch weitere Wohnungen gebaut werden. Bei einem Großteil der Wohnungen handelt es sich um Miet- oder Eigentumswohnungen ohne eigenen Gartenanteil. Die dort wohnenden Kinder sind daher dringend auf einen Spielplatz angewiesen. Je nach Gestaltung des Spielplatzes wird so auch ein Treffpunkt für die Eltern der Kinder geschaffen. Die Einreicher der Beschlussvorlage Katja Hoyer, Thomas Rüdiger und Frank Bergner hoffen, dass viele Gemeindevertreter*innen das Problem der fehlenden Spielplätze in Basdorf erkennen und dem Antrag auf Schaffung eines Spielplatzes mit anliegendem Bolzplatz und Beachvolleyballplatz im Interesse der Kinder und Jugendlichen zustimmen. Die notwendigen finanziellen Mittel müssen dann in den Gemeindehaushalt 2022 eingestellt werden. Beantragt werden vorerst 380.000 EUR.

Kinderspielplatzsatzung zur Einbindung von Investoren

Darüber hinaus verlangt die Fraktion Die Linke/B90/Die Grünen/UWG endlich eine Satzung über die Herstellung, Beschaffenheit und Größe von Kinderspielplätzen (Kinderspielplatzsatzung – KSpS) zu erstellen. Andere Kommunen, wie z.B. die Stadt Bernau, haben bereits seit 2005 eine derartige Satzung. Durch eine Kinderspielplatzsatzung können Investoren u.a. gezwungen werden, Kinderspielplätze mit einem gewissen Mindeststandard in den neu entstehenden Wohngebieten zu errichten. Bisher „bettelt“ der Basdorfer Ortsbeirat geradezu, damit bei Neubauvorhaben auch Spielplätze berücksichtigt werden. Diese sind dann oft so „mickrig“, dass sie die Bezeichnung Spielplatz nicht verdienen. Der letzte Spielplatz, dies nur am Rande, wurde in Basdorf am 07.09.2011 durch den damaligen Bürgermeister Udo Tiepelmann im Rahmen des Bürgermeisterwahlkampfes eingeweiht. Es handelt sich um den Spielplatz an der Grundschule. Kosten ca. 130.000 EUR. Angestoßen hatte das Projekt eine Basdorfer Elterninitiative. Bereits am 29.09.2009 war die Basdorfer Skaterbahn eröffnet worden. Kosten ca. 100.000 EUR. Hier hatten sich Jahre zuvor Wandlitzer Jugendliche mit der Bitte um Realisierung an den zuständigen Ausschuss für Bildung, Jugend, Kitas und Sport der Gemeinde gewandt.

Zahlreiche Probleme vor Ort

In Basdorf, wie auch den anderen Ortsteilen der Gemeinde Wandlitz, gibt es darüber hinaus viele weitere Probleme. Wir sollen und werden in den nächsten Jahren einen überdurchschnittlichen Einwohner*innenzuwachs erleben. Dies gefällt mir persönlich nicht, aber auch ich muss mich gewissen Realitäten beugen. Die Infrastruktur in den größeren Ortsteilen verkraftet den Einwohner*innenzuwachs nicht mehr. Die L100, unsere Lebensader, verkommt in der Rushhour und den Sommermonaten zur Staumeile. Das „Schwarzwasser-Problem“ kennt wahrscheinlich jeder. Einige unserer Kitas werden seit vielen Jahren mit Ausnahmegenehmigungen betrieben. An dieses Dilemma haben wir uns schon fast gewöhnt. Aber schlechte Bedingungen für unsere Kinder und die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen haben einen Preis. Der Sportplatz in Basdorf, genutzt von der Grundschule und dem FSV Basdorf, befindet sich teilweise in einem unwürdigen Zustand. Um dies zeitnah zu ändern, läuft gerade eine von Katja Hoyer initiierte Onlinepetition. Jens Paulsen hatte zur weiteren Zukunft des Sportplatzes zu einem Gespräch eingeladen. Außerdem wurde zum Thema ein Beschlussantrag der Fraktionen Linke/Grüne/UWG und CDU zur Gemeindevertreter*innensitzung am 27.05.2021 eingereicht. Dieser baut auf einen von Olaf Berlin (CDU) bereits in der Vergangenheit formulierten Antrag auf. Es gibt vor Ort und in der näheren Umgebung nicht genügend Möglichkeiten mit den Kindern Schwimmkurse zu belegen. Wir haben in der Gemeinde Wandlitz zu wenige Schulplätze auf den weiterführenden Schulen. Der Wandlitzer Wunsch nach einer Gesamtschule wird dabei vom Landkreis Barnim seit Jahren immer wieder „überhört“.

Angebot zum Basdorfer Bürger*innendialog

Dies sind nur einige der Probleme vor Ort, die ich anreißen konnte und die vielleicht etwas einseitige Sicht eines Vaters von vier Kindern im Schul- und Kitaalter. Andere Mitbürger*innen können sicherlich weitere „Baustellen“ vor Ort benennen. Es sind konstruktive Lösungsvorschläge der Bürger*innen der Gemeinde Wandlitz, insbesondere auch unseres Ortsteils Basdorf gefragt. Insofern sind Sie, natürlich Coronakonform, mit Ihren Ideen, aber auch Sorgen bzgl. der Entwicklung von Basdorf, gern bei den Sitzungen des Basdorfer Ortsbeirates gesehen. Wir würden uns allerdings auch freuen, wenn es darüber hinaus mit den Basdorfer Bürger*innen zu einem Bürger*innendialog kommen könnte. Vorschläge dazu sind willkommen.

Frank Bergner, Basdorf
DIE LINKE
Gemeindevertreter
 

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