Kostenlose Schülerbeförderung im Barnim – Eine unendliche Geschichte?

Seit Jahren setzt sich die Kreistagsfraktion der LINKEN für den kostenlosen Schülerverkehr ein. Ein Vorhaben das viel Vorbereitung und Arbeit im Vorfeld benötigt, wie beispielsweise die Barnimer Busgesellschaft (BBG) mit genug Personal und Bussen auszustatten. Doch bei der nächsten Sitzung des Kreistages am 23. Juni kann der Landkreis einen großen Schritt dazu machen.

In dieser Sitzung wird ein Antrag der Fraktion DIE LINKE/Bauern gemeinsam mit den Grünen behandelt. In diesem wird die Forderung der LINKEN gestellt, zu Beginn des Schuljahres 2022/2023 die Entfernungspauschale im Schülerverkehr abzuschaffen. Hinter diesem „Verwaltungssprech“ steckt nicht anderes, als es jeder Schülerin und jedem Schüler ab dem nächsten Schuljahr zu ermöglichen den Schulweg kostenfrei mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückzulegen. Bisher mussten hierfür gewisse Entfernungen zum Schulort nachgewiesen werden, was teilweise zu verrückten Entscheidungen führte. Beispielsweise durfte ein Kind den Bus kostenfrei nutzen, aber das Kind im Nachbarhaus nicht, weil es zu nah an der Schule gewohnt hat. Diesen Irrsinn würde der Wegfall der Entfernungspauschale beenden.

Ein weiterer Punkt des Antrages ist, dass der Landkreis die Voraussetzungen dafür schaffen soll ab die Nutzung des ÖPNV für Schülerinnen und Schüler auch in den Ferien und in der Freizeit im Gebiet des Landkreises kostenfrei zu machen. Dies wäre dann der kostenfreie Schülerverkehr und eine unendliche Geschichte würde endlich zu einem guten Ende kommen.

Ob es dazu kommt? Dies entscheidet der Kreistag am 23. Juni. Kommen Sie persönlich vorbei oder informieren Sie sich die Tage darauf auf unserer Homepage oder Social Media Seiten über das Ergebnis.

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DIE LINKE Barnim

Kinder beitragsfrei durch Märkisch-Oderland und den Barnim

Seit mehreren Jahren fordert DIE LINKE in Märkisch-Oderland und Barnim, dass Kinder beitragsfrei Busse und Bahnen zur Schule und zu Freizeitangeboten nutzen können. Leider sind entsprechende Anträge der Linksfraktionen bisher von den Kreistagen mit dem Verweis auf zu hohen Kosten abgelehnt worden. 

„Es kann doch nicht sein, dass in Landkreisen mit so langen Wegstrecken für viele Schülerinnen und Schüler der Geldbeutel der Eltern herhalten muss. Die Sicherstellung einer guten Bildung für alle Kinder sollte als kommunale Aufgabe mit höchster Priorität begriffen werden. Und das fängt eben bei den Rahmenbedingungen an“, meint der Bundestagskandidat des Wahlkreises MOL/BAR II, Niels-Olaf Lüders. Bei Kindern zu sparen, sei ein vollkommen falscher Ansatz und treffe vor allem Familien mit wenig Geld. Beitragsfreiheit für alle Kinder wäre hingegen sehr unbürokratisch und ein Signal, dass Märkisch-Oderland und der Barnim kinderfreundliche Landkreise sind.
Dass bei gutem Willen entgeltlose Fahrten von Kindern und Jugendlichen möglich seien, beweise die Koalition aus rot-rot-grün in Berlin, die die notwendigen Finanzmittel bereitstellt.

Diesem guten Beispiel hätten sich viele Linksfraktionen in mehreren Kreistagen Brandenburgs mit entsprechenden Anträgen angeschlossen. Auch in Barnim und Märkisch-Oderland werden wir uns weiter für die uneingeschränkte Mobilität der Kinder einsetzen, so Lüders.

Kommentar von Bundestagskandidatin Isabelle Czok-Alm (DIE LINKE) zur kostenlosen Schülerbeförderung im Barnim

”Der Schlagerbarde Christian Anders sang einmal: „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…“. Für viele Schüler und Schülerinnen des Landkreises Barnim galt dieser Text in abgewandelter Form für den Schulbus und das hin und her bei der Abschaffung der Entfernungspauschale. Jetzt soll es also so weit sein und der Kreistag entscheidet auf seiner nächsten Sitzung, ob man einen großen Schritt Richtung kostenfreier Schülerbeförderung geht. 

Auch der zweite Teil des Antrages hat es in sich. Der Landkreis soll die Voraussetzungen schaffen, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, auch in der Freizeit den Bus zu nutzen wie auf der Fahrt zur Schule. Dazu muss über die Anschaffung von Bussen, über die Einstellung von Fahrerinnen und Fahrern und deren vernünftige Bezahlung gesprochen werden. Ein dickes Brett, das hier gebohrt werden muss, aber eines das die Mühe wert ist. Nur so erhöht man die Mobilität für unsere Jugendlichen, macht „Elterntaxis“ unnötig und tut nebenher noch etwas für das Klima. Weiter so, dann fährt der Bus nicht mehr nach Nirgendwo, sondern überall im Landkreis Barnim und das kostenfrei. “

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