Lesen gegen das Vergessen!

Die LINKE liest gegen das Vergessen Texte zu aktuellen Themen

„Die freie Wirtschaft“ von Kurt Tucholsky und „Kennst du das Land wo die Kanonen blühen?“ von Erich Kästner entstanden vor über 90 Jahren. Diese Texte könnten aktueller nicht sein!

Die freie Wirtschaft agierte damals schon so, wie wir es auch heute erleben: aggressiv, ausbeuterisch, auf maximalen Profit bedacht. Was dabei stört und den Gewinn gefährdet, muss weg: Gewerkschaften, Tarife, Arbeitszeitregelungen, Gesundheitsvorsorge, soziale Sicherung.

In dem Land, in dem die Kanonen für zwei furchtbare Kriege blühten, im Deutschland unserer Tage, soll für die eigene Rüstung mehr Geld als bisher ausgegeben werden, weil wir von angeblich wachsenden Gefahren bedroht sind. Und ausgerechnet die Exporte von Kriegsmaterial made in Germany steigern unseren Wohlstand und bringen gleichzeitig Vernichtung, Tod und Leid in viele Länder unserer Erde.

Mit der Lesung am 10.Mai hat die Linke an die Bücherverbrennung der Nazis 1933 in Berlin und anderen deutschen Universitätsstädten erinnert. Nicht nur die Werke von Tucholsky und Kästner wurden verbrannt. Es brannten die Werke bedeutender Autoren wie Marx, Heine, Einstein, Freud, Mann und vieler, vieler anderer. Die Bücherverbrennung zeigt die ungeheuerliche Macht des Ungeistes und der Barbarei, die in Deutschland bis zur Beendigung des zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Faschismus herrschen sollten.
„So, wie es ist, bleibt es nicht. Wenn die Herrschenden gesprochen haben, werden die Beherrschten sprechen.“ das schreibt Brecht im Jahr 1934, da waren auch seine Bücher schon verbrannt. Er hatte Deutschland verlassen wie so viele; ein anderes Land gewährte ihm, dem Fremden, Schutz und Asyl.

Die ausgewählten eindringlichen Texte sind gegen Krieg und Kriegstreiberei, gegen kapitalistische Wirtschaft und Ausbeutung, für Frieden, Solidarität und Verständigung. Das sind unsere aktuellen Themen für ein gerechtes, solidarisches Miteinander. Lesen wir wieder diese Texte. Prüfen wir die Folgen unseres Wirtschaftens und ändern es. Betrachten wir unsere Erde und die auf ihr lebenden Menschen als Ganzes, das es zu schützen und bewahren gilt. So, wie bisher kann es nicht weitergehen.

Die Lesung ist auch auf dem Youtube-Kanal der „DIE LINKE. Barnim“ nachzuhören.

Die Lesenden sind Hildegard Bossmann, Jutta Helbig, Dominik Rabe, Matthias Holz, Herbert Klage, Irene Köppe, Dieter Korczak, Niels-Olaf Lüders, Thomas Sohn, Rainer Schulz, Silvia Pyrlik.

Position der LINKEN in Bernau zum 10-Minutentakt der S2

Viele Bernauer:innen sehnen sich seit Langem schon nach einem 10-Minutentakt der S2 bis Bernau – zu recht! Denn die stetig wachsende Stadt benötigt einen guten Nahverkehrsanschluss, besonders im Berufsverkehr. Die S-Bahn ist als Teil des ÖPNV ein wichtiger Bestandteil der sozial-ökologischen Verkehrswende. Klimaschutz heißt daher mehr Angebot im ÖPNV, mehr Angebot bei der S-Bahn.

Deshalb fordert DIE LINKE. Bernau einen Testbetrieb des 10-Minutentaktes im Berufsverkehr auf der S2 bis Bernau für ein halbes Jahr ab Dezember 2021. Hintergrund ist die Ankündigung des S-Bahn-Chefs Buchner im April, dass weitere Wagen der neuesten Fahrzeuggeneration schon eher, und zwar ab Herbst 2021 zur Verfügung stehen. Diese Fahrzeugkapazitäten können für einen Probebetrieb auf der S2 genutzt werden.

Dazu braucht es aber den politischen Willen der Landesregierung, damit Bauarbeiten der DB entsprechend angepasst und ein Verkehrsvertrag abgeschlossen werden kann. Die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb können in die Bauplanungen der DB einfließen, ab Sommer 2022 werden rund um Bernau ohnehin Brücken erneuert. Deshalb fordert DIE LINKE die Landesregierung auf, endlich zu handeln und mit der Erprobung eines 10-Minutentaktes konkrete Schritte für die Verkehrswende in Brandenburg zu gehen.

Hildegard Bossmann
Stadtverband Die Linke Bernau

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