Wo sind die jungen Menschen in der Politik?

Ein Beitrag von Anna Emmendörffer, Bundestagskandidatin auf Platz 3 der Brandenburger Landesliste von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Gemeinsam mit Annalena Baerbock und dem Direktkandidaten für Barnim/Uckermark I, Michael Kellner, bildet sie das Spitzentrio der Brandenburger Bündnisgrünen zur Bundestagswahl.

„Politik ist was für Menschen ab 40. Die im Leben stehen, mit richtigem Job und Lebenserfahrung.“ Im Jahr 2021 ist dieses alte Klischee längst überholt. Nicht zuletzt die Fridays for Future Bewegung zeigt, dass viele junge Menschen in wichtigen Zukunftsfragen oftmals mehr Weitsicht und langfristiges Denken mit an den Tisch bringen als viele etablierte politische Akteure. Die Erfahrung, die es braucht, um den Job gut zu erledigen, lässt sich auf mehr als einem Weg sammeln. Das Alter spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle. 

Zum anderen geht Politik alle an: Auf allen politischen Ebenen - von der Kommunal-, über die Landes- bis zur Bundespolitik und darüber hinaus - werden Entscheidungen gefällt, die einen direkten Einfluss auf das Leben aller Menschen haben, egal ob jung oder alt. 

Wenn das Jugendzentrum im Ort schließt, wenn Schulen in ländlichen Regionen aufgrund sinkender Schüler*innenzahlen zusammen gelegt werden, wenn sich die Freund*innenkreise auflösen, weil alle zur Ausbildung in größere Städte ziehen - und aufgrund fehlender Perspektiven auch nicht vorhaben, zurück zu kommen: Diese prägenden Erfahrungen im Leben junger Menschen sind auf Entscheidungen in politischen Gremien zurück zu führen. Deshalb sollten wir jungen Menschen, die an einem solidarischen und nachhaltigen Miteinander in der Stadt und auf dem Land interessiert sind, an den Beratungs- und Entscheidungsprozessen beteiligt sein.

Mit Blick auf die Bundestagswahl in diesem Jahr wird es besonders spannend. Eines steht jetzt schon fest: Es wird ein frischer Wind im nächsten Bundestag wehen. In vielen Bundesländern sind junge Menschen auf die Landeslisten der Parteien gewählt wurden, ganz besonders bei Bündnisgrün. In Mecklenburg-Vorpommern hofft zum Beispiel Katharina Horn auf ein Bundestagsmandat. In Berlin steht mit Annka Esser eine starke Stimme aus der Klimaschutzbewegung auf einem aussichtsreichen Listenplatz. 

Mit einem guten Wahlergebnis werden dieses Mal auch drei Bundestagsmandate aus Brandenburg möglich. Ich halte mich deshalb bereit, ab September für sozial verträglichen Klimaschutz, für eine humane Asyl- und Geflüchtetenpolitik sowie für Fragen der Gleichstellung im Bundestag zu streiten. Mein Herzensanliegen ist, „die Politik“ wieder näher zu allen Menschen zu bringen. Als Kommunalpolitikerin in Teltow in Potsdam-Mittelmark erlebe ich, dass viele Menschen wenige Berührungspunkte mit politischen Prozessen haben. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, das Leben vor Ort mitzugestalten! 

Eine Möglichkeit für junge Menschen, sich in ihrem direkten Umfeld einzubringen sind zum Beispiel die Jugendverbände der Parteien - in unserem Fall die Grüne Jugend, die auch mit einer Regionalgruppe im Barnim vertreten ist. Ein Projekt der junggrünen Regionalgruppe ist gerade die Reaktivierung der Bahn von Werneuchen nach Wriezen. 

Wo sind also die jungen Menschen in der Politik? Sie stehen in den Startlöchern, im Barnim genau wie im Rest Brandenburgs - und hoffentlich auch bald in starker Besetzung in Berlin! Es ist kein Zufall, dass gerade in diesem Jahr so viele junge Menschen vor dem Einzug in den Bundestag stehen, dass Jugendbewegungen wie Fridays for Future Diskurse in unserem Land so stark mitgestalten: Deutschland ist bereit für Veränderung. Und es ist die junge Generation, die diesen Willen zur Veränderung aufgreifen und in konkrete Politik übersetzen wird. 

Kontakt Grüne Jugend Barnim: 
barnim@gj-bb.de
Instagram: @gj_barnim

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