Überbrückungshilfe III wird um Eigenkapitalzuschuss erweitert

Der Steuertipp für den Mai 2021

Für die aktuellen Lockdown-Monate werden Unternehmen mit Neustarthilfe oder Überbrückungshilfe III finanziell unterstützt. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III erhalten Unternehmen, deren Umsatz um mindestens 30 % eingebrochen ist, einen Zuschuss in Höhe von 40, 60 oder 100 Prozent der angefallenen Fixkosten. Unternehmen, deren monatlicher Umsatz nur noch die Hälfe oder weniger beträgt, sollen neben der Überbrückungshilfe auch noch einen Eigenkapitalzuschuss erhalten. Darüber informierten das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium der Wirtschaft und Energie am 1. April in einer Pressemitteilung. 

Gestaffelter Eigenkapitalzuschuss zusätzlich zum Fixkostenzuschuss

Der Eigenkapitalzuschuss wird ab dem 3. Monat gewährt, in dem ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat zu verzeichnen ist. Seine Höhe ist gestaffelt:
•    25 Prozent im dritten Monat
•    35 Prozent im vierten Monat
•    40 Prozent ab dem fünften und jedem weiteren Monat

Bemessungsgrundlage für den Eigenkapitalzuschuss bildet der Anteil der Überbrückungshilfe, der für die allgemeinen Fixkosten der Positionen 1 bis 11 des Fixkostenkatalogs gewährt wird, also insbesondere für Mieten, Zins- und Leasingaufwendungen, anteilige Abschreibung, notwendige Instandhaltungsaufwendungen, Versicherungen und Ausgaben für Strom, Wasser, Heizung, Reinigung sowie Grundsteuer. Damit gehört der Zuschussanteil, der für die weiteren Kostenpositionen, wie Baukosten zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen oder Digitalisierungskosten oder auch für die branchespezifischen Fixkosten der Reisewirtschaft und des Einzelhandels gewährt wird, nicht dazu.

Beispiel: 
Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar und Februar einen Umsatzeinbruch von 90 Prozent, in den Monaten März und April 2021 beträgt der Umsatzeinbruch immer noch 75 bzw. 65 Prozent. Im Mai 2021 wird ein Umsatzrückgang von 50 Prozent und im Juni 2021 nur noch ein Umsatzrückgang von 35 Prozent erwartet. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von 46.000 Euro und zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 7.000 Euro. 

Wie die Überbrückungshilfe ist auch der Eigenkapitalzuschuss im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung steuerpflichtig. 

Beantragung des Eigenkapitalzuschusses 

Für Unternehmen ist der zusätzliche Eigenkapitalzuschuss ein neuer Hoffnungsschimmer, ihr Unternehmen erfolgreich durch die Coronakrise zu manövrieren. Unternehmer, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt haben, können den neuen Eigenkapitalzuschuss seit 20. April 2021 zusammen mit ihrem Erstantrag auf Überbrückungshilfe III durch ihren Steuerberater stellen lassen. Voraussichtlich Ende April können bei bereits bestehenden Anträgen auf Überbrückungshilfe III dann wohl auch Änderungsanträge auf Eigenkapitalzuschuss gestellt werden.
 

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