Zur Sache

Zur Sache: Der Ortsvorsteher von Klosterfelde, Rico Brauer, beruflich ein angesehener Rechtsanwalt und Mitglied unserer Gemeindevertretung, schrieb im Amtsblatt 5 (März 2021) u. a. zur Corona-Lage und verwies auf einen im Internet vorhandenen Artikel, in dem ein ehemaliger Nachrichtenredakteur der „öffentlich-rechtlichen“ Funkmedien schildert, wie in den Redaktionen seit langen Meldungen aufbereitet, Sachverhalte verdreht und Tatsachen zurechtgebogen werden.

Ein (vorgeblicher) Joachim C.* aus Berlin, angeblich Mitglied und Projektleiter „Fakten-Check Politik“ und „Kollektiv Volksverpetzer“, schrieb daraufhin eine Mail an Herrn Borchert mit 12 provozierenden, anmaßenden Fragen und einer ultimativen Aufforderung. Darin behauptete er, im Amtsblatt seien Falschbehauptungen und „Verschwörungstheorien“ verbreitet worden.  Nach Stil und Inhalt des „Geschreibes“ war leicht zu durchschauen, durch welche Brille dieser Zeitgenosse in die Welt blickt. Soweit, so gut! Da erteilt eine Behörde normalerweise eine Eingangsbestätigung, prüft und gibt dann eine dem Vorbringen entsprechende, kurze und sachgerechte Antwort.

Doch was macht Bürgermeister Borchert? Kurz nach dem Lesen dieser Mail (lässt sich alles zeitlich nachverfolgen) macht er einen Kniefall vor diesem selbsternannten „Wahrheitswächter“, entschuldigt sich verworren, nimmt den Beitrag des Ortsvorstehers von Klosterfelde aus der Online-Ausgabe des Amtsblattes, schreibt sofort eine Mail an alle neun Ortsvorsteher mit „Hinweisen“, wie sie ihre Beiträge für das Amtsblatt künftig abzufassen haben (bei angedrohter Zensur!) und lässt Herrn Rico Brauer wie eine heiße Kartoffel fallen. Statt sich souverän vor die gewählten Ortsvorsteher zu stellen und einen derartig schwachsinnigen und durchsichtigen Angriff in gebotener Weise zurückzuweisen, verspielt er die Würde seines Amtes.

Das aber geht uns alle an! Bestimmte Ämter in unserem Staat darf nur bekleiden, wer durch jahrelanges Studium und erfolgreich abgelegte Prüfungen die Qualifikation dafür erworben und nachgewiesen hat. Beim Bürgermeisteramt ist das leider so nicht der Fall. Jedoch muss der Amtsinhaber das Amt verantwortungsvoll ausüben können.
Hat Oliver Borchert die Eignung, das Amt des Bürgermeisters einer so großen Gemeinde wie Wandlitz verantwortungsvoll wahrzunehmen? Die Zweifel mehren sich!
Hans-Jürgen Herget
Basdorf
*Name von der Redaktion geändert

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