Die ROTEN STÜHLE finden ein neues Zuhause und suchen noch Sponsoren

Ein Aufruf der Buchhandlung Wandlitz

Täglich finden Touristen den Weg in unsere Buchhandlung und fragen nach Wandlitzer Postkarten. Da wir hinter jedem Produkt unseres Ladens stehen, ist mir diese Nachfrage immer peinlich gewesen. Anfangs hatte ich sie sogar unter der Ladentheke versteckt und nur sehr zögerlich herausgegeben. Die Reaktionen waren auch dementsprechend belustigt. Auf die Aussage meinerseits einem ortsansässigen Postkartenhersteller gegenüber, ob er nicht modernere Karten produzieren könnte, die sähen noch so ossimäßig aus, war er ganz entrüstet. Selbst ist die Frau und Ihre Beziehungen. 

Ich produzierte also mit dem Fotografen Thomas Rathay und dem Grafiker Ingo Neumann zwei eigene Postkarten. Zu sehen sind der Wandlitzsee in voller Schönheit und die Roten Stühle aus dem alten Dorfkern Wandlitz. Beides Besuchermagnete, Treffpunkt, Verweilort und vor allem Wahrzeichen unseres Ortes. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Was heute noch wichtig und schön war, kann morgen schon verschwunden sein. Meine Postkarten sind noch da, die ROTEN STÜHLE nicht mehr. Abgerissen, geschreddert, Bäume gepflanzt, spricht kein Mensch mehr d`rüber. Doch! Ich! Aus welchen Gründen auch immer die Entsorgung stattgefunden hat, die Art und Weise wie dabei mit dem Erschaffer und Künstler Uwe Handrik umgegangen wurde, ist inakzeptabel und hinterlässt größere Narben in einer Gemeinschaft, als der Entscheider dieser Aktion gedacht hat. Oder auch nicht gedacht hat. Entschieden wurde auch, die Blumenkübel vor der Buchhandlung zu entsorgen. Kübel weg, Bänke weg, Mülleimer weg, stattdessen Rasensamen, spricht keiner mehr d`rüber. Doch! Ich! Aus welchen Gründen auch immer diese Entscheidung getroffen wurde, zurück bleibt der Verpackungsmüll vom Snacken nach dem Baden oder vor der Bahnfahrt. 

Zurück bleibt der Opi, der täglich auf der Bank auf den Bus gewartet hat, und die Omi, die dort eine Verschnaufpause nach dem Einkauf gemacht hat, und die Kids, die dort ihren Döner oder Frühlingsrollen gegessen haben. In meiner Fassungslosigkeit über derartige Aktionen unserer Verantwortlichen rief ich Uwe an und fragte ihn, ob er Lust hätte, eine Bank zu gestalten, die fortan direkt vor der Buchhandlung stehen sollte. Kaum ausgesprochen, war die Zusage schon da. Der Frust und die Enttäuschung nagten an ihm schon so lange, dass meine Idee sofort umgesetzt wurde. Und besonders erfreut war er, dass er ein kleines gerettetes Stück Holz aus den Stühlen miteinarbeiten konnte, sozusagen als transplantiertes Herz. 

Die Buchhandlung Wandlitz ruft Euch daher auf, uns bei der Umsetzung dieses Projekts 

zu unterstützen. Wir möchten Uwe Handrik gern die Materialkosten ersetzen und so die Wertschätzung seiner Gemeinde zurückgeben, und den Bankbesetzern wieder einen Ort dafür. Meldet Euch gern in der Buchhandlung oder überweist einfach einen kleinen Obolus per paypal an 

info@buchhandlung-wandlitz.de Stichwort: Respekt gegenüber Uwe. Vielen Dank!

Melanie Brauchler
Wir leben Bücher und wir beleben Wandlitz

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