Können wir mehr?

Klimaschutz Wer denkt da nicht an die Grünen? Ein Beitrag von Kim Stattaus (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Direktkandidat für den deutschen Bundestag

Und das obwohl inzwischen fast alle Parteien versuchen, auf diesen Zug aufzuspringen. Was machen wir anders? Wir schützen unsere Umwelt aus Prinzip - um sie zu erhalten - und nicht, um möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen. 

Für unsere Überzeugungen haben wir lange Zeit in der Opposition gearbeitet und unser Engagement ändert sich natürlich nicht, falls wir Regierungspartei werden. Vielmehr streben wir  die Regierung an, weil die Zeit extrem knapp wird, um tatsächlich noch das Überschreiten der sogenannten Kipp-Punkte, ab welchen der Klimawandel unbeeinflussbar  fortschreiten wird, vermeiden zu können 

Eine grüne Regierung? Was kann die? 

Sicher keine Wunder bewirken. Das politische und wirtschaftliche System ist festgefahren und auf Wachstum und Beschleunigung ausgerichtet. Jahrzehntelang wurde die Politik von der Wirtschaft gesteuert, Gewinnmaximierung stand im Vordergrund. Dies grundsätzlich zu verändern, wird sicher keine Aufgabe von vier Jahren. Wir müssen zunächst mit den Aktivitäten anfangen, die die Dynamik der Klimakrise und Naturzerstörung beeinflussen: 

Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) läuft im Umkreis von Städten und Gemeinden oft sternförmig. Viele Menschen, die im Umland von großen Städten wohnen, müssen erst in die Stadt fahren, um dann den Nachbarort zu erreichen. Das macht den ÖPNV häufig unattraktiv und orientiert viele aufs Auto. Mit spinnennetzförmigen Querverbindungen möchte ich dies ändern. Zudem müssen die  Preise des ÖPNV für kurze Strecken günstiger gestaltet werden. 

Ich möchte verhindern, dass aus wirtschaftlichen Interessen ständig und überall neue Bebauungsgebiete entstehen. Gleichzeitig sollten wir der Versiegelung  durch Neubaugebiete entgegenwirken, indem wir für Mehrfamilienhäuser finanzielle und faktisch attraktive Lösungen vorstellen. 

Ich möchte etwas gegen die sinkenden Wasserpegel unserer Seen unternehmen, indem wir die Abwässer nach dem neuesten Stand der Technik aufbereiten und lokal einsetzen. Bisher werden sie selbst in unserer von Trockenheit und Dürre gefährdeten Region  regelmäßig in die größeren Flüsse und Kanäle eingeleitet und fließen Richtung Nord- und Ostsee ab. 

Ich möchte Politik und Lobbyismus offen und transparent gestalten und die Menschen in Entscheidungen mit einbeziehen. 

Die Rechte der Tiere – und dabei insbesondere der Nutztiere stärken. 

Dafür sorgen, dass Konzernen, die um ihren Gewinn zu optimieren rücksichtslos unsere Natur zerstören, die Subventionen entzogen werden. 

Die Abschaffung der geplanten Obsoleszenz - das bedeutet, ich möchte verhindern, dass Geräte so gebaut werden, dass sie kurz nach Ablauf der Gewährleistung kaputt gehen. Gleichzeitig soll  ein Recht auf Reparatur  eingeführt werden  und zwar  zu Kosten deutlich unter dem Kaufpreis. 

Wer bin ich? 

Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin-Pankow, habe einen Sohn und bin einer der wenigen alleinerziehenden Väter. Seit 10 Jahren wohnen wir in Bernau. Nach meinem Schulabschluss  absolvierte ich eine Ausbildung zum Physiklaboranten t und entschied  mich dann  für ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen. Anschließend habe ich noch Marketing an der TU-Berlin studiert und mit einer Masterarbeit abgeschlossen. 

Tier- und Umweltschutz aber auch Datenschutz sind die Themen, die mich seit langem begleiten. Allerdings hat mir der Einstieg in die Politik nie 

wirklich gereicht, ich wollte Dinge tun statt nur zu reden. Anfangs schloss ich mich verschiedenen Organisationen an. Später setzte ich 

mich  auch wirtschaftlich für Datenschutz und gegen die Marktmacht von großen Konzernen ein. 2012 gründeten wir  erfolgreich ein nachhaltiges VersandUnternehmen, die Fairmondo AG,  um den Menschen eine Alternative zu bieten. 

Hauptberuflich bin ich Angestellter bei der Bundesanstalt für Materialforschung im Bereich Zulassung, Qualitätssicherung und Messtechnik. Daneben  inzwischen Vorstandsvorsitzender der Fairmondo AG. Außerdem arbeite ich ehrenamtlich in einer Fahrradwerkstatt, die kostenlos Fahrräder für Menschen repariert, die sich das sonst nicht leisten könnten. 

Politisch bin ich seit 2014 in der Stadtverordnetenversammlung Bernau aktiv, anfangs als Sachkundiger Einwohner im Finanzausschuss, kurze Zeit später als Stadtverordneter und seit 2018 als Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 bin ich auch Abgeordneter im Kreistag und Vorsitzender des Kreisfinanzausschusses.

Kim Stattaus
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Direktkandidat für den deutschen Bundestag

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