Tierärztin Dr. Sabine Buder: Veterinäre könnten monatlich 2 Millionen Menschen impfen

Von Dr. Sabine Buder – CDU-Direktkandidatin für den Deutschen Bundestag

Nach intensiver Diskussion wurde jetzt eine weitere Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Fazit: Ab einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 gilt die sogenannte Bundesnotbremse. Das bedeutet eine weitgehende Vermeidung von privaten Kontakten, bedeutet Ausgangsbeschränkungen, Homeschooling und vorerst keine Öffnungsperspektive für Einzelhandel, Gastronomie, Sport und Kultur. Kurzum, eine Ausweitung des nun fast sechs Monate anhaltenden Lockdowns. 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fällt es immer schwerer, die beschlossenen Maßnahmen geduldig mitzutragen. Gerade die Passivität, das Abwarten und Zuschauen sowie das Gefühl des Ausgeliefertseins, machen diese Krisensituation nur schwer erträglich.  

Ich bin davon überzeugt, dass allein durch eine hohe Impfquote wieder Normalität in unser Leben einziehen kann. Leider nimmt das Impfen in Deutschland nur sehr zögerlich Fahrt auf. Insbesondere, dass Impfstoffdosen verworfen werden müssen, weil die Terminvergabe und das Management suboptimal sind, macht mich betroffen. Daher mein Appell: lasst die Veterinäre (mit)impfen! 

Der Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte, Dr. Siegfried Moder, geht davon aus, dass die deutschen Tierärzte im Monat rund zwei Millionen Menschen impfen könnten. In den USA wird die Einbeziehung der Tierärzte bereits erfolgreich umgesetzt. Hier ist diese Praxis mittlerweile nahezu selbstverständlich und trägt zum Erfolg der Impfkampagne bei. Auch in Frankreich hat die oberste Gesundheitsbehörde den Einsatz von Tierärzten für Impfungen gegen das Coronavirus empfohlen, um dem dezentralen Impfen einen Schub zu verleihen.

Impfen gehört zu meinem Tagesgeschäft, es war Teil meiner medizinischen Ausbildung und ich praktiziere es jeden Tag. Aus meiner Sicht muss jedes Angebot genutzt werden, um alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland schnellstmöglich zu impfen. 
Wenn es dazu führt, dass unsere Kinder endlich wieder jeden Tag in die Schule gehen können, wir uns wieder mit Freunden und Bekannten treffen dürfen und unser gesellschaftliches Leben mit Bummeln durch die Geschäfte der Innenstadt, Restaurantbesuchen, Konzert- und Theatererlebnissen sowie Schwimmbad- und Sportstudiobesuchen wieder stattfindet, bin ich gerne bereit, meinen Beitrag zur Überwindung der Coronakrise zu leisten. 

Die Autorin dieses Beitrags ist praktische Tierärztin für Groß- und Kleintiere und CDU-Direktkandidatin für die Wahl zum Deutschen Bundestag im Wahlkreis Märkisch Oderland/ Barnim II. 
Mehr Infos unter www.sabine-buder.de.

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